Kindheitsforscher Michael Hüter: „Wir verheizen die wenigen Kinder, die wir noch haben“

Wenn der Grundstein in der frühesten Kindheit nicht gelegt wird, wie könnte dann Bildung gelingen? Wenn kein Vertrauen in die Eltern vorhanden ist, die ihre Kinder – mehr oder weniger gedankenlos – in Krippen und Kitas bringen, wie kann sich ein Vertrauen zu Erziehern und Lehrern entwickeln?

„Ja, sind die denn verrückt, diese Erwachsenen, dass sie unsere Jüngsten in einem Alter in die Schule schicken wollen, da sie doch so viel zu lernen haben?“, so lautet ein Spruch aus dem Himalaya.

Unmengen an Hausaufgaben, keine Freizeit, leere Kinderaugen. Der Druck auf die Schüler ist immens. „Es ist höchste Zeit, mit unseren Kindern neue Wege zu gehen!“, fordert der Historiker und Kindheitsforscher Michael Hüter in seinem neuesten Buch mit dem Titel „Kindheit 6.7 – Ein Manifest“.

In seinem Buch beschreibt der Bestseller-Autor die Historie der Bildung, die er jahrelang investigativ recherchiert hat. Fundierte Argumente auf 480 Seiten – Ein leidenschaftliches Plädoyer und Manifest für ein wieder menschenwürdiges und „artgerechtes“ Aufwachsen von Kindern, für eine neue Wertschätzung der familiären Sozialisation und für vollständige Bildungsfreiheit.

Früher war eine Familie unabhängig von Religion, Kultur, Kontinent, „geheiligt“ oder zumindest geschützt. Es war das Natürlichste der Welt, dass ein Kind bei der Familie lebte, sagt der Kindheitsforscher.

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